Motocross Grundeinstellungen

Motocross Ansicht hinten

Copyright: Mitterbauer H.

Bevor du dich mit deinem neu oder gebraucht gekauften Bike auf die Piste stürzt, solltest du dich erst einmal mit der Maschine vertraut machen. Denn nur, wenn du auch weißt, wie alles technisch funktioniert, kannst du dein Motorrad perfekt beherrschen. Da ist es hilfreich, wenn du die Motocross Grundeinstellungen an deiner Maschine selbst vornimmst. Denn du lernst nicht nur etwas dabei, du kannst auch direkt selbst Hand anlegen, wenn auf der Motocross Strecke mal etwas kaputt geht. Ansonsten ist der Tag bei den geringsten Schäden für dich gelaufen und du musst immer direkt eine Werkstatt aufsuchen – und das geht zusätzlich ins Geld.

Lerne also noch vor der ersten Fahrt, wie du deine Maschine richtig einstellst. Und sei dabei sehr genau, denn schon kleinste Fehler können das Fahrverhalten deutlich ändern. Und ehe du dich versiehst, fährst du dann auf einmal ganz falsch. Dieser Artikel soll dir dabei helfen, die Motocross Grundeinstellungen richtig vorzunehmen, damit du den vollen Fahrspaß auskosten kannst.

Die richtige Lenkereinstellung beim Motocross

Fangen wir oben an: wie stellt man den Lenker richtig ein? Dies ist einer der wenigen Punkte, wo es sehr individuell zugeht – denn du musst dich wohlfühlen und den Lenker voll auf eine Körpergröße hin abstimmen. Trotzdem musst du hier natürlich größte Sorgfalt walten lassen, um immer in der richtigen Position zu sitzen und alle Hebel gut erreichen zu können.

Um die perfekte Position zu erreichen, kannst du für den Lenker meist aus vorgefertigten Positionen wählen – je größer du bist, desto weiter wirst du ihn im Normalfall nach vorne schieben. Das Gute ist, dass du immer auch noch nachjustieren kannst, wenn dir während der Fahrt Probleme auffallen. Zudem gibt es Zubehör wie Lenkererhöhungen, mit denen du die Position noch individueller gestalten kannst.

Die beste Position für die Handhebel

Motocross Kupplungshebel

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Wie gesagt müssen die Handhebel für Kupplung und Bremse immer gut zu erreichen sein – denn nur, wenn du sie schnell und stark greifen kannst, bist du auch in spontan auftretenden Situation gut gerüstet. Dabei gilt: Je größer du bist, desto eher sollten die Hebel steil nach unten zeigen. Bist du eher klein, so sollten sie mit dem Lenker eine flache Linie bilden.

Die genaue Position für deine Körpergröße findest du am besten bei einer kurzen Probefahrt im flachen Gelände heraus. Hier gilt dann „probieren geht über studieren“, bis du die perfekte Position gefunden hast. Um die Hebel für die Probefahrt grob einzustellen, solltest du sie in der Standposition testen. Dies gibt dir eine Grundlage für die Feinjustierung.

Die Bremsen fit machen

Motocross Bremsanlage

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Eines der zentralen Elemente deines Bikes sind die Bremsen – denn sie können dir das Leben retten. Hier gilt es also, besondere Sorgfalt bei den Grundeinstellungen deines Motocross walten zu lassen – und sie auch später regelmäßig zu kontrollieren. Zu allererst solltest du dich vergewissern, dass die Bremsbeläge noch frisch sind. Zudem ist es ratsam, die Beläge nach einer gewissen Zeit auszutauschen, damit du immer kurzfristig auf Gefahrensituationen reagieren kannst.

Dann musst du sicherstellen, dass der Fußhebel in einer für dich angenehmen Höhe positioniert ist. Denn ist er zu noch, musst du das Bein zu stark anwinkeln – ist er zu tief, musst du dich strecken. Setze dich also auf die Maschine und mache ein paar Trockenübungen, bis du die richtige Höhe gefunden hast.

Die Reifen auf Vordermann bringen

Bei den Reifen gilt es, mehrere Dinge zu beachten. Zunächst einmal solltest du den Reifendruck einstellen. Achte darauf, dass die Reifen nicht zu hart sind, aber trotzdem nicht nachgeben. Etwa ein Bar (+/- 0,1) ist sowohl beim Vorderreifen als auch beim Hinterrad zu empfehlen. Dabei kommt jedoch ganz auf deine Rad-Reifen-Kombi an. Informiere dich daher am besten bei deinem Reifenhersteller, wie viel Druck er vorsieht.

Darüber hinaus musst du sicher stellen, dass der Reifen fest im Radlager verankert ist. Er darf sich nicht seitlich bewegen lassen, sonst musst du dich darum kümmern. Zudem kann es nicht schaden, alle Schrauben nach den ersten Kilometern noch einmal nachzuziehen – das macht man ja eigentlich bei jedem Reifenwechsel.

Und wenn du schon dabei bist, kannst du dir auch gleich noch die Kette anschauen. Diese muss vernünftig gespannt sein – die genauen Vorgaben dazu verrät dir in den meisten Fällen die Betriebsanleitung. Grundsätzlich sollte die Kette das Bike nicht berühren, wenn man von oben auf sie drauf drückt.

Die Motocross Grundeinstellungen für ein stimmiges Fahrwerk

Ein wirklich großes Thema ist das Fahrwerk. Hier gibt es viele Einstellungen, die zum Teil auch zu deinen persönlichen Vorlieben passen müssen. Nimm dir also viel Zeit und schau dir alle Möglichkeiten ganz genau an.

Wichtig ist vor allem, dass du die Federung deines Bikes richtig einstellst. Denn nur dann kommst du schnell und schmerzfrei über die Runden. Da das Ganze wirklich sehr komplex ist, haben wir die besten Fahrwerkeinstellungen für Motocross an anderer Stelle nochmal ausführlicher behandelt.

Und los geht’s

Hast du all diese Punkte beachtet, so kannst du mit deinem neuen Bike die ersten Runden drehen. Spätestens dann wirst du merken, wenn die eine oder andere Einstellung noch nicht stimmig ist – gerade im Hinblick auf den Lenker. Aber nun weißt du ja, worauf du achten musst – und kannst schnell Verbesserungen vornehmen.

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